Auf dieser Seite ist ein Auszug des Berufsorientierungscurriculum der Elsa-Brändström-Schule zu finden.

 

Berufsorientierungscurriculum

der Elsa-Brändström-Schule Homberg

 

1.     Berufsorientierung von Benachteiligten

2.     Berufsorientierung an der Elsa-Brändström-Schule(EBS)

3.     Unsere Ziele

4.     Fahrplan der Berufsorientierung an der Elsa-Brändström-Schule

4.1.           Inhalte des Berufswahlunterrichts in den einzelnen Stufen

4.2.           Vermittlung von Schlüsselqualifikationen/ Sozialkompetenzen

4.3.           Lernen im Unterricht

4.4.           Stundentafel der BO-Klassen an der Elsa-Brändström-Schule

4.5.           Unterrichtsmaterialien zur Berufswahl

4.6.           Fächerübergreifender Unterricht

4.7.           Arbeiten in Projekten

4.8.           Berufswahlpass (BWP)

4.9.           Lernen am Praxislernort

4.10.      Bewertung der Praktika

4.11.      Erfahrungen mit den Praktikumstagen

4.12.      Kooperationen

4.13.      Elternarbeit

4.14.      Einbindung der Schulsozialarbeit in den Prozess der Berufsorientierung

4.15.      Förderdiagnostische Elemente im Berufswahlprozess

4.16.      Einbindung der Agentur für Arbeit

5.     Und nach der Schule?

 

3.     Unsere Ziele

Das Ziel aller in der Elsa-Brändström-Schule unterrichtenden Personen ist es, den Schülern klare persönliche Anschlussperspektiven an die Schule zu ermöglichen. Hierzu streben wir an, jede Schülerin und jeden Schüler zu dem für sie bestmöglichen Schulabschluss zu führen und sie nach Möglichkeit in ein Ausbildungsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in eine geförderte Reha–Maßnahme zu vermitteln.

Zur Verbesserung der Anschlussfähigkeit unserer Schüler auf dem ersten Arbeitsmarkt bietet unsere Schule neben dem Berufsorientierten Abschluss seit dem Schuljahr 2010/2011 auch den Hauptschulabschluss in Kooperation mit der Erich Kästner-Schule Homberg/Efze an, so dass leistungsbereiten Schülern die Möglichkeit geboten wird, in ihrem gewohnten Lernumfeld - ohne Umstellungsschwierigkeiten und mit vertrauten Personen - den Hauptschulabschluss zu erreichen

Die berufliche Erstausbildung folgt bei jungen Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in unmittelbarem Anschluss an den Schulabschluss. Vielfach sind berufsvorbereitende Maßnahmen erforderlich, die in Schulen oder im Auftrag der Agentur für Arbeit durchgeführt werden. Daher orientieren auch wir uns schon bei unserer Arbeit an folgenden Vorgaben, um den Übergang Schule – Beruf so reibungslos wie möglich zu gestalten:

·        Berufsbildungsgesetz bzw. Handwerksordnung

·        Ausbildungsordnungen für Berufe nach § 4 BBiG bundesweit

·        Ausbildungsordnungen für Berufe nach § 66 BBiG bzw. § 42m HWO auf Kammerebene nach Rahmenvorgaben des Bundesinstituts für berufliche Bildung

·        SGB III, für außerbetriebliche Ausbildungen, für ausbildungsbegleitende Hilfen

·        SGB IX, § 35

(vgl. Qualitätsstandards für den Übergang Schule – Beruf für junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Verband Sonderpädagogik e.V.)

 

Um diese Ziele zu erreichen ist es notwendig, den Schülerinnen und Schülern Lebenswirklichkeit erfahrbar zu machen und ihnen die Berufsfindung zu erleichtern. Das Anbahnen, Überprüfen, Korrigieren und Festigen von Berufswünschen ist hierbei ein übergeordnetes Ziel des Unterrichts. Zur Erreichung dieses Ziels ist es nötig, den Arbeitsalltag in verschiedenen Berufsfeldern, die Entwicklung und Festigung von Arbeitstugenden und die kontinuierliche Teilnahme an Arbeitsprozessen kennenzulernen.

Die Schüler sollen lernen, dass

·        regelmäßige Arbeit etwas „Normales“ ist

·        dies eine durchgängige Anwesenheit am Arbeitsplatz erfordert

·        Pausen abgesprochen werden müssen

·        bei Krankheit abgesagt wird

·        zugeteilte Arbeiten erledigt werden müssen

·        diese einem gewissen Standard entsprechen sollen

·        man pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen muss

·        man mit anderen eine Kooperation eingehen muss

·        man sich anstrengen muss

·        Interaktionen gewissen Standards entsprechen sollten (höflicher Umgangston)                       

·        Konflikte besprochen und geklärt werden können

·        der Arbeitsplatz mit den eigenen Fähigkeiten im Einklang stehen muss (unrealistische Berufswünsche wie Anwalt oder Arzt
       werden von den Jugendlichen immer wieder genannt)

 

Die Zielsetzungen sind den Lern- und Verhaltenskompetenzen der jeweiligen Schülergruppen angepasst und als dynamisch zu begreifen. Bezüglich der Schwerpunktsetzung sind Änderungen möglich. Hier wollen wir in der Gestaltung von Lernprozessen flexibel auf die individuellen Förderschwerpunkte der Schüler reagieren können. Dabei hat sich jedoch herausgestellt, dass trotz aller Unterschiede in den Schülergruppen die oben angeführten Punkte stets einer Thematisierung bedürfen.